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Alarmübung der FF Selent PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Dienstag, den 29. Juli 2014 um 21:04 Uhr

 Alarmübung der FF Selent

mit dem Löschzug Gefahrgut Kreis Plön

am 05.Juli 2014

 

Was tun, wenn in unserem Zuständigkeitsbereich ein Unfall mit gefährlichen Stoffen oder Gütern passiert? Diese Frage stellte sich auch vor kurzem die Feuerwehr Selent und nahm kurzerhand das Thema in ihre Ausbildung mit auf. Unterstützt wurde sie dabei vom LZ-G Kreis Plön, dessen Leiter Andreas Mösch auf einem Dienstabend etwas über den LZ-G selbst und zum Thema „Allgemeine Einsatzgrundsätze bei Gefahrgutunfällen“ berichtete .Im Vorwege war man sich mit der Wehrführung einig, das es nicht bei der theoretischen Ausbildung bleiben sollte. 

So wurde dann für den 05.Juli eine gemeinsame Alarmübung geplant. Die Ausgangssituation war ein Verkehrsunfall mit einem Kleintransporter, der verschiedene Gefahrstoffe in unterschiedlichen Behältergrößen transportierte. Dabei wurden einige Behälter beschädigt und Gefahrstoffe traten aus. Der Fahrer des Transporters saß verletzt im Fahrzeug. Es stieg in der Anfangsphase weißer Qualm auf und von der Ladefläche tropfte eine Flüssigkeit.

 

      

 

Die Erstmaßnahmen wurden von der FF Selent durchgeführt. Dazu gehörten das weiträumige Absperren des Gefahrenbereiches, die Menschenrettung unter Beachtung des Eigenschutzes, der Aufbau einer Wasserversorgung für eine eventuelle Brandbekämpfung und der Dekontamination und erste Erkundungen zur Ermittlung der freiwerdenden Stoffe. Für die weitergehenden Maßnahmen, wie der genaueren Untersuchung der beschädigten Ladung, Durchführung von Schadstoffmessungen, Auffangen, Abdichten und ggf. Umpumpen von Gefahrstoffen wurde dann der LZ-G Kreis Plön alarmiert.

 

      

              

 Durch Befragung des noch ansprechbaren Fahrers konnten erste Informationen zu den Stoffen eingeholt werden, welche sich bei genauerer Untersuchung der Ladung auch weitestgehend bestätigten. Man hatte es mit Peressigsäure (ätzend), Trichlorethan (brennbar), Pestizid (gesundheitsschädlich) und Düngemittel (brandfördernd) zu tun. Nachdem die Ladung indentifiziert und separiert wurde, dichtete der Trupp unter Vollschutz die beschädigten Behälter ab und sicherte diese in materialbeständige Überfässer. Somit war die unmittelbare Gefahrenabwehr durchgeführt. Für die fachgerechte Entsorgung ist dann eine Entsorgungsfirma zuständig. Die Feuerwehr wirkt dann ggf. nur noch unterstützend mit. Letztlich blieb noch die Entscheidung über den Umgang mit den bereits freigewordenen Stoffen. Glücklicherweise hatten wir dazu mal wieder zwei Beobachterinnen (Fr.Dr.Wiegner und Fr.Jegminat) aus der Kreisverwaltung dabei. Diese schlugen vor, die Übung auch mal für die Alarmierung der Unteren Wasserbehörde zu nutzen. Nachdem der Diensthabene der Behörde eingetroffen war, wurde er über die Stoffe informiert und es wurde dann entschieden, das das kontaminierte Erdreich aufgenommen und ebenfalls in speziellen Behältern gesichert werden muss, um schließlich entsorgt zu werden. Die Stoffe auf dem Asphalt konnten nach vorheriger Absprache mit dem zuständigen Klärwerk mit viel Wasser verdünnt und in die Kanalisation gespült werden. Damit fand die Übung ein erfolgreiches und lehrreiches Ende.

Einen herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, insbesondere jenen, welche die Übung ausgearbeitet und vorbereitet haben. Großen Respekt an die Atemschutzgeräteträger und besonders an die Vollschutzträger, die bei den hochsommerlichen Temperaturen großen körperlichen Belastungen ausgesetzt waren und dennoch hoch motiviert ihre Arbeit gemacht haben.

 

Andreas Mösch

Leiter LZ-G